Mehr vom Leben. Echtes.

Verehrte Leserinnen und Leser:

Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten.

Und mehr vom Leben. Die ganzen nächsten 366 Tage lang.

Vielleicht können SM-Gänger gerade bei dieser Gelegenheit die Tatsache neu feiern, dass ihnen ihre Erfahrungen eine Wiese schenken können, auf denen sie ganz anders als andere die Schönheiten zu sehen vermögen, die darauf wachsen, in Blumen, Sträuchern, im Duft der Erde, im Tau auf den Blättern, im Kot der Tiere, in jedem Nährboden neuen Lebens:

Ich wünsche Ihnen

mehr Leben.

Tiefe, Freude, Sicherheit, Geborgenheit, Genuss, Lust, Obhut, Hingabe, Sinnlichkeit, Humor.

Ich wünsche allen Menschen um Sie herum, dass diese Sie im Licht einer inneren Freude erleben können.

Und ich danke meinen mir verbundenen Begleitern und vor allem meinen Begleiterinnen, dass Sie mich annehmen, mir meine Schönheit zeigen, meinen Wert beimessen und im Übrigen in ihrer Schönheit strahlen, wenn sie mich nehmen.

Gesegnet sollt Ihr sein für Eure Achtsamkeit für mein Sehnen und mein Bangen.

Ich bin geborgen in meinem Leben. Dank Euch.

Smartig

Studiogänger zwischen Traumtanz und Selbstfindung

Ich habe jene wiederholten “Studiogänger” nie verstanden, welche mal rasch einer Stiefelfrau zu Füssen kriechen, schauen, wie sich das anfühlt, und dann wieder gehen, und das war’s?

Quelle: unbekannt - Bearbeitung: smartig

Aber das muss ja auch nicht ich verstehen, sondern die Domina, die ihre Dienste anbietet. Sie ist vielleicht genau so distanziert zu ihrem Tun, und so treffen sich zwei Menschen, die aneinander vom eigenen Ganzen abgekoppelte Wesenszüge erproben- und danach nach Hause gehen, wie ich vielleicht von einem aufregendes Fussballspiel nach Hause komme.

Wenn ich dann erzählt bekomme, mit welcher Art “Freiersprache” solche Typen bei Herrinnen aufkreuzen, dann kann ich mich nur wundern.

Umgekehrt ist diese ein Stück weit seelenlose Odyssee in eine Traumwelt vielleicht genau noch das, was Aussenstehende verstehen mögen – oder akzeptieren können? Gott sei Dank funktioniert der Typ ansonsten normal, oder?

Ich für mich habe kein einziges gebeugtes Knie, keine Bodenberührung meiner Stirn zur Vergeudung übrig. Ich suche und finde mich selbst in meiner Hingabe. Wenn ich nach Hause komme, dann bin ich mir näher gekommen, und diese Erfahrung will ich mitnehmen. Sie soll mir bleiben und ein Teil von mir werden, denn ich erlebe mich darin als ein Stück weit ganz geworden, vollständiger auf jeden Fall, als ich es zuvor war.  Die Sprache, die jemand in seinem Verhalten als Sub (oder Dom) findet, soll vom Menschen erzählen, der diese Worte findet. Dieses Feld der Dominanz und Submission ist wie eine Fremdsprache, in der es sehr vielfältigere und reichere Ausdrucksweisen für das zu entdecken gibt, was wir in jede Beziehung mit Liebe hineintragen: Hingabe.

Natürlich hat ein Studiobesuch nichts mit Liebe zu tun. Sich selbst aber sollte man dabei sehr lieb verbunden sein. Beidseitig.