Ich bin ein Schwärmer. Vielleicht ein Phantast. Sicher aber ein ewig Sehnsüchtiger. Unbefriedigter. Und doch bin ich glücklich. Denn das, was ich vermisse, ist mir süsse Qual – und stets liegt ein Stück Glück nicht unerreichbar fern. Wie also sollte ich nicht zufrieden sein, demütig ergeben für das, was mir beschieden ist?
SM – es wird immer Teil meines Wollens sein: Das subtile Spiel von
Macht und Unterwerfung,
Schmerz und Zärtlichkeit
Freiheit und Gefangenschaft
Erniedrigung und Annahme.
Ich betrachte es als ein Zeichen meiner dankbaren Demut, hier davon schreiben zu dürfen, zur Ehre jener Frauen, die mich führten und führen, in Erinnerung und aus Dankbarkeit für alle guten Erfahrungen. Und ich will es in einer Weise tun, die durchaus auch bei Menschen ohne ausgeprägte ähnliche Neigung etwas Verständnis für unsere Welt wecken kann, für unser Denken und Fühlen, für das ich eine weitere Stimme sein will.
Hier zu lesen und daraus Gewinn zu beziehen, bedingt aber stets, einer Dom Achtung entgegen bringen zu können – und Sensibilität zu entwickeln für die Besonderheiten, die das Verhältnis von Domina und Sklave ausmachen.




Denn aus dieser Begegnung ist eine zweite gewachsen, in deren Obhut mich meine Retterin von damals aus tiefstem Herzen gerne sieht: Meine heutige Herrin, die ich durch sie kennen gelernt habe. Und so lege ich die Texte hier, die alle Mosaiksteine meiner heutigen Persönlichkeit sind, alle auch in die Hände meiner Herrin. Ich werde diese Steinchen mit ihr zusammensetzen und daraus das Bild formen, das wir zusammen unseren Neigungen entsprechend gestalten können. Ich habe noch so viel zu geben. Dass ich erneut so viel geschenkt bekomme, ist einfach ein grosses Glück.