Ich jage meinem Glück nicht mehr hinterher. Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe. Und ich habe allen Grund dazu.
Und ich fühle seither, wie quälend und aufreibend doch meine Suche war.
Ich sehe es jetzt, weil das geschieht, was ich bestens schon kenne: Kaum bist du einen Schritt weiter, hast Platz genommen in deinem Leben, schon ziehen sie vorbei, die alten Erfahrungen, in Form neuer Begegnungen, die wie neue Angebote erscheinen. Und ich spüre dabei überdeutlich: Nein. Nicht mehr. Ich habe so oft so viel investiert, mich mit Haut und Haar ausgeliefert, das Innerste nach aussen gekehrt – und mich irgendwann umgedreht, wie ein Reisender, der bemerkt, dass die anderen nicht in den Zug eingestiegen sind.
Ich bin auf eine gesunde Art müde geworden. Und darf da einfach sein. Auch hier ist es nicht nur das Angebot einer lieben Person, das mir dazu verhilft. Es gehört mit dazu, ja. Aber vor allem bin ich es selbst, der mir den Taktstock gibt – oder eben darauf verzichten kann. Ich bin jetzt einfach mal. Unfertig, ja. Aber wer ist das nicht? Und ich reise im Regionalzug. Glücklich, wenn jemand neben mir sitzt. Oder ich ihm zumindest davon erzählen kann.

